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COLLECTED NEWS 2016/17 (latest first)

26.04.2017: SWR KLASSIKER VON UND MIT BENJAMIN-GUNNAR COHRS

Mittwoch, 17. Mai 2017, 21.03 Uhr: Bernard Hermann - Komponist und Dirigent zwischen Kino und Konzertsaal

Bernard Herrmann, 1911 als Sohn von ukrainischen Einwanderern in New York geboren, gilt unter Kennern als einer der ganz Großen unter den Filmmusik-Komponisten des 20. Jahrhunderts. Doch Herrmann hat sich lebenslang als Dirigent nicht nur für Meisterwerke unbekannterer Komponisten eingesetzt; er hat auch selbst zahlreiche Werke für den Konzertsaal geschrieben, die seinerzeit auch von anderen Dirigenten wie Leopold Stokowski, Eugene Ormandy, Sir Thomas Beecham oder Sir John Barbirolli geschätzt und aufgeführt wurden – darunter eine Sinfonie (1941), eine Sinfonietta für Streicher (1935) und eine Kantate Moby Dick (1937). Heute sind diese Werke ebenso selten zu hören wie seine einzige große Oper Wuthering Heights (1951), in der er unter anderem Teile aus seiner Filmmusik zu The Ghost und Mrs. Muir (1947) verwendet hatte. Herrmann wurde freilich weltberühmt mit seinen Musiken zu Orson Welles´ realistisch-bedrohlichem Hörspiel Krieg der Welten (1938) und zu dessen Film Citizen Kane (1941). In den Vierziger und Fünfziger Jahren avancierte er dann zum bevorzugten Komponisten von Alfred Hitchcock. Er komponierte und dirigierte, bis er 1975 starb; sein letzter Soundtrack war der zu Taxi Driver von Martin Scorsese. Benjamin-Gunnar Cohrs hat für sein Herrmann-Portrait zahlreiche historische Aufnahmen gesichtet und dabei Bekanntes und Unbekanntes, Schönes und Überraschendes gefunden – unter anderem die erst 2011 zugänglich gewordenen Musiken zu 17 Folgen der populären Fernsehreihe The Alfred Hitchcock Hour (1955–1965).


10.03.2017: SWR2 KLASSIKER VON UND MIT BENJAMIN-GUNNAR COHRS

Mittwoch, 22. März 2017, 21.03 Uhr: Carl Nielsens Traumreisen

Der dänische Komponist Carl Nielsen gilt als einer der großen Visionäre im Übergang zwischen Spätromantik und Moderne. Insbesondere seine sechs Sinfonien und drei Solokonzerte sind in unseren Konzertsälen heute erfreulich verbreitet. Allerdings hat Nielsen noch vier weitere Werke für großes Orchester veröffentlicht, die viel seltener gespielt werden. Es handelt sich dabei um die "Helios"-Ouvertüre op. 17 (1903), die Tondichtungen "Saga drøm" op. 39 (1908) und "Pan & Syrinx" op. 49 (1918) sowie die Rhapsodie-Ouvertüre "Imaginäre Reise zu den Färöer-Inseln" FS 123 (1927). Hört man diese Werke hintereinander, könnte man fast den Eindruck gewinnen, Nielsen habe hier über 25 Jahre lang Satz für Satz hintereinander an einer weiteren Sinfonie komponiert, mit zwei rahmenden Sonaten-Sätzen, einem langsamen Satz und einem Scherzo. Benjamin-Gunnar Cohrs macht nun die Probe aufs Exempel: Können die vier Werke, hintereinander gespielt, als sinfonisches Ganzes überzeugen? Ausgesucht hat er dafür Interpretationen aus dem Jahr 1975 mit dem Dänischen Rundfunkorchester unter Herbert Blomstedt, die das sinfonische Momentum dieser Musik besonders herausstellen, ohne die zugrundeliegenden Programme zu vernachlässigen.


PRESS RELEASE: 18 JANUARY 2017

Most sadly we have to make known that our esteemed colleague and friend GIUSEPPE MAZZUCA died after a heart attack on January 14, 2017. Mazzuca, born 1939 in Cosenza (Italy), studied composition, electronic music, music history and aesthetics. He has written theatre and film music, and several works in collaboration with Nicola Samale. Mazzuca became known internationally through his collaborative work with Samale on the Finale of Bruckner´s Ninth Symphony (the Ricostruzione of the Finale, 1983-85) as well as through a new completion of Mahler´s Tenth Symphony, premiered in 2001 in Perugia by the Vienna Symphony Orchestra under Martin Sieghardt. Mazzuca taught for several years at the Music Schools of Perugia and Latina. He was also author in the field of musicology, who had published essays on, among others, Bartok, Bruckner, Rossini, film music and late nineteenth-century works.


09.12.2016: SWR-KLASSIKER AM 28. 12. MIT B.-G. COHRS

Happy Holidays: Klassiker zu den Feiertagen

Mit leisem Seufzen nahm man bereits im September zur Kenntnis, daß die Supermärkte pünktlich zum Herbstanfang das erste Weihnachtsgebäck bereit hielten: es ist bald wieder soweit...  Die Feiertage im Dezember und Januar sind vor allem die Zeit großer und kleiner Rituale: Betriebs- und sonstige Weihnachtsfeiern, Verwandten-Besuche, kulturelle Aktivitäten. Es sind aber auch die vielen kleinen Dinge, die jeder für sich auf seine eigene besondere Weise tut: Adventskalender, Festbeleuchtung, Dekoration, Weihnachtsbaum, Geschenke, Post, Dann Heiligabend, Bescherung, Gedicht, viel zu viel gutes Essen, zwischen den Jahren die Steuerklärung oder Abrechnung (für Selbständige), und schließlich noch Sylvester: Dinner for one, ins Theater, zur Party, anstoßen, Feuerwerk, ausschlafen, Neujahrsspaziergang und -Konzert. Dann ist es endlich wieder mal geschafft - für dieses Jahr jedenfalls. Auch Benjamin-Gunnar Cohrs hat seine eigenen, kleinen Weihnachtsrituale und pflegt dabei natürlich auch alle möglichen Klassiker - müßte er nur nicht nur auch noch eine Sendung machen... Deshalb verlegt er kurzerhand seine private Festtagsfeier ins Studio. Die Hörerinnen und Hörer erwartet ein kurzweiliges musik-literarisches Kabinett zum Fest: Klassische Musikstücke, Geschichten, Gedichte, Besinnliches, Heiteres und Überraschendes, unter anderem von und mit Loriot, Hermann Hoffmann (info: sender-zitrone.de), Gert Fröbe, Hans Scheibner, Frank Sinatra, Ralph Vaughan Williams, Johann Strauß und vielen anderen.


09.10.2016: SWR-KLASSIKER AM 9. 11. MIT B.-G. COHRS

GLOCKENKLANG
Im November und Dezember sind aufgrund der vielen kirchlichen Feiertage besonders oft die Klänge der Glocken zu hören. Auch Komponisten haben sich immer wieder mit dem Glockenklang beschäftigt und eine Vielzahl interessanter, ganz individueller Werke zu diesem Thema hinterlassen. Benjamin-Gunnar Cohrs hat sich wieder einmal in den Repertoire-Keller begeben und dort nach Stücken zum Thema "Glocken" gesucht. Er hat dabei eine Menge kaum gespielter, schöner Werke entdeckt. In der Sendung Klassiker auf SWR2 stellt er Ihnen am 9. November um 21.03 Uhr orchestrale Glockenklänge verschiedenster Art von bekannten und weniger bekannten spätromantischen Komponisten vor - Claude Debussy, Edward Grieg, Rued Langgaard, GianFrancesco Malipiero, Maurice Ravel, Ottorino Respighi und Guy Ropartz: diverse Kirchenglocken, das Tagesgeläute zum Morgen, Mittag und Abend, asiatische Tempelglocken und schließlich das Geläute des Petersdoms.
ACHTUNG: Man kann die Sendung auf swr.de nach dem Sendetermin noch eine Woche lang online unter folgendem Link nachhören:
http://www.swr.de/swr2/programm/swr2-nachhoeren/-/id=661104/did=10057450/nid=661104/16cnx22/index.html


27.08.2016: THOMAS DAUSGAARD CONDUCTS BRUCKNER´S COMPLETED NINTH

Thomas Dausgaard, new chief conductor of the BBC Scottish Symphony Orchestra, has choosen Anton Bruckner´s Ninth Symphony including the SPCM performance version of its unfinished Finale for the opening project of his first season in Scotland. The piece can be heard in three concerts, the last one in Edinburgh, which will be recorded by the BBC for a later broadcast.

22. 09. 2016, Glasgow (Scotland), City Halls, 19.30
23. 09. 2016, Perth (Scotland), Perth Concert Hall, 19.30
25. 09. 2016, Edinburgh (Scotland), Usher Hall, 15.00


27.07.2016: VORTRAG VON BENJAMIN-GUNNAR COHRS ZU BRUCKNERS SECHSTER IN ST. FLORIAN

Benjamin-Gunnar Cohrs wurde von den Brucknertagen St. Florian eingeladen, im Rahmen des Symposiums "Bruckner-Dimensionen" am 19. August um 14.00 im Altomonte-Saal des Stifts einen Vortrag zu halten. Unter dem Titel "Bruckners Sechste - immer noch ein Stiefkind?" stellt er neue Erkenntnisse und Einsichten vor, die er bei der Vorbereitung der Neuausgabe dieses Werkes für die Anton Bruckner Urtext Gesamtausgabe (Bruckner Edition Wien / Verlagsgruppe Hermann) gewonnen hat. Am gleichen Abend folgte um 20 Uhr in der Stiftsbasilika die österreichische Erstaufführung seiner  Neuausgabe von Bruckners Sechster Sinfonie, gespielt vom Oberösterreichischen Jugendsinfonie-Orchester unter Leitung von Remy Baillot.


25.06.2016: SWR-KLASSIKER VON UND MIT B.-G. COHRS AM 6. 7. 2016


MUSIK KOMMENTIERT: KLASSIKER - ANTONIN DVORAKS BÖHMISCHE SINFONIE
Mittwoch, 6. Juli 2016, 21.03 Uhr, SWR2. Eine Sendung von und mit Benjamin-Gunnar Cohrs
Vor genau 30 Jahren hat der bedeutende französische Musikforscher Paul-Gilbert Langevin in seiner Studie "Musiciens d´Europe: Figures du Renouveau Ethnoromantique" (La Revue Musicale, 1986, Nr. 388-390) eine interessante Idee geäußert: er bemerkte, daß der beliebte tschechische Komponist Anton Dvorak im Jahr 1883 hintereinander vier Werke veröffentlicht hat, die heute als Einzelstücke für sich genommen aufgeführt werden, aber möglicherweise soetwas wie eine "Böhmische Sinfonie" in C bilden. Es handelt sich dabei um die Ouvertüre "Meine Heimat" C-Dur op. 62, das Nocturne H-Dur op. 40 für großes Streichorchester, das "Scherzo capriccioso" Des-Dur op. 66 und die dramatische "Hussiten-Ouvertüre" c-moll op. 66. Leider haben freilich bis heute weder Forscher noch Dirigenten diese Idee aufgegriffen. Benjamin-Gunnar Cohrs erläutert ihren Entstehungshintergrund, zeigt Zusammenhänge mit der tschechischen Nationalbewegung des 19. Jahrhunderts auf und macht nun die Probe auf´s Exempel: können die vier Werke, hintereinander gespielt, als sinfonisches Ganzes überzeugen? Ausgesucht hat er dafür historische Aufnahmen unter Istvan Kertesz und Antal Dorati (Nocturne), die das Böhmisch-Musikantische wie auch die sinfonischen Dimensionen dieser Musik besonders intensiv herauskitzeln.


10.05.2016: WIENER ERSTAUFFÜHRUNG DER FINALE-KOMPLETTIERUNG ZU BRUCKNERS NEUNTER


Die vervollständigte Aufführungsfassung des Finale-Fragmentes zu Anton Bruckners Neunter Sinfonie durch Samale-Phillips-Cohrs-Mazzuca ist am 23. 6. 2016 um 19.30 Uhr nun endlich zum ersten Mal live auch in Wien zu hören - im Rahmen des Prüfungskonzertes der Dirigierstudenten der Universität für Musik und Darstellende Kunst im Wiener Musikverein. Das ORF Radiosymphonieorchester Wien spielt den Satz unter Leitung von Pantelis Kogiamis, einem Schüler von Johannes Wildner. Die anderen großen Wiener Orchester haben sich die Finale-Fassung von Samale et al. bislang entgehen lassen, die inzwischen sogar von den Berliner Philharmonikern unter Simon Rattle mehrmals aufgeführt und für EMI auf Tonträgern eingespielt wurde.


21.03.2016: RATTLE CONDUCTS PREMIERE OF BRUCKNER SIXTH IN NEW EDITION BY B.-G. COHRS

The second volume of the new ANTON BRUCKNER URTEXT GESAMTAUSGABE will be released this summer - a critical edition of the Sixth Symphony, edited by Benjamin-Gunnar Cohrs, Editorial Director of the Bruckner Edition Wien (Publisher: Alexander Hermann, Vienna). The premiere of this brandnew score will again be given by Sir Simon Rattle, this time conducting the Orchestra of the Age of Enlightenment, in Paris, Bruxelles, London and Basingstoke, and in historically informed performing practice.

20 April 2016, Paris, Theatre des Champs Elysees, 20.00
21 April 2016, Bruxelles, Bozar/Henry Le Boeuf Hall, 20.00
22 April 2016, London, Royal Festival Hall, 19.00
23 April 2016, Basingstoke, The Anvil, 19.45


04.02.2016: MOZART-REQUIEM-AUSGABE VON B.-G. COHRS ERKLINGT IN PRENZLAU

Mozarts unvollendetes Requiem KV 626 in der neuen Komplettierung von Benjamin-Gunnar Cohrs ist im März 2016 erneut in Deutschland zu hören. Es erklingt am Sonntag, 13. 3. 2016 um 17.00 in der St.-Nikolai-Kirche zu Prenzlau. Es musizieren Isabelle Heiss, Katharina Thomas, Richard Mauersberger, Lars Grünwoldt, die Kantorei Prenzlau und das Preussische Kammerorchester unter Leitung von Hannes Ludwig. Zusätzlich auf dem Programm steht das Poeme Symphonique für 100 Metronome von György Ligeti.


MUSIK KOMMENTIERT - KLASSIKER

Mittwoch, 9. März 2016, 21.03 Uhr, SWR II von und mit Benjamin-Gunnar Cohrs

Musikalische Flusslandschaften
Im November 1874 hatte der tschechische Komponist Friedrich Smetana eine interessante Idee: Er wollte in einer sinfonischen Dichtung den Verlauf der Moldau von der Quelle bis zur Mündung beschreiben. Das Endergebnis wurde eins der bekanntesten und beliebtesten Stücke der romantischen Orchesterliteratur. Weniger bekannt ist, dass es auch andere Komponisten gab, die Smetanas Beispiel folgten. Sein Landsmann Leos Janácek begann 1923 eine Sinfonie, in der er Eindrücke von der Donau beschreiben wollte. Die Entwürfe lagen schon ein Jahr später vor, doch wollte er das Werk erst nach einer eigenen Reise auf der Donau instrumentieren und fertigstellen. Sein Tod verhinderte dieses Projekt, doch 1985 haben Leos Faltus und Milos Stedron in der Edition Bärenreiter Prag eine äußerst liebevolle und stilsichere Vrevollständigung vorgelegt, die allerdings leider bis heute wenig Verbreitung gefunden hat. Ganz anders gemacht, aber von der Grundidee her ähnlich ist die Mississippi-Suite des amerikanischen Komponisten Ferde Grofè. Benjamin-Gunnar Cohrs hat von diesen drei Werken ein paar ganz besondere, lange vergriffene Einspielungen herausgesucht.

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